Mate Tee Teil 2

Bild zur Verfügung gestellt von www.lasmarias.com.ar
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Im ersten Teil habe euch ich ein paar allgemeine Infos über Mate und Bombilla (Trinkhalm) und Calabaza (Becher) erzählt. Es wurde bereits angesprochen, dass das Trinken des Tees fast schon zelebriert wird. Darauf möchte ich heute näher eingehen. Es ist ja ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Südamerikaner lebensfroher und geselliger sind als wir Europäer, was wahrscheinlich sogar stimmen mag. Meiner Meinung nach liegt es aber nicht daran, dass wir unfreundlicher sind. Vielmehr liegt es an den unterschiedlichen Kulturen. 

 

Als ich in Argentinien ankam, und die Gastfamilie Mate zubereitete, war dieser Unterschied bemerkbar. Jedes Familienmitglied trank aus derselben Calabaza mit demselben Bombilla. Es war ziemlich befremdlich, am gleichen Trinkhalm wie jeder andere zu nuckeln. Normalerweise ist der Gastgeber derjenige, der den Mate Tee zubereitet, nachfüllt, bei Bedarf Zucker hinzugibt und die erste, ziemlich bittere, Calabaza trinkt. In der Region, in der ich damals lebte, ging der Mate vom Servierer aus gesehen im Uhrzeigesinn die Runde. Wobei es wie schon erwähnt, am Servierer liegt, den Becher wieder aufzufüllen, die Person zu Fragen ob sie Zucker mag und dann der Reihenfolge entsprechend den Tee der jeweiligen Person zukommen zu lassen. Wenn man alleine, oder Zuhause mit der Familie trinkt, dann ist diese informelle Ordnung nicht so relevant als mit Freunden oder Gästen. Wird jedoch jemand in der Runde oder am Tisch ausgelassen, gilt dies als ziemlich unhöflich.

 

Aber es wird nicht nur Zuhause Mate getrunken. Auch die Lehrer in der Schule, während dem Autofahren, im Park oder auf der Baustelle ist er immer wieder zu sehen. Unter diesen Umständen ist dafür natürlich Kaffee und Tee weniger stark gefragt und seltener getrunken. 

 

Das nächste Mal werde ich euch eines meiner Lieblingsgerichte aus Argentinien vorstellen.

 

 

 

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