Mate Tee, Teil 1

Mate Tee ist ein vielseitiger Tee. Die Grundnote ist meist erdig und rauchig. Doch manche schmecken auch eine süße und bittere Note heraus. Die meisten "Nicht-Südamerikaner" kennen Mate Tee wahrscheinlich gar nicht. Sie haben höchstens einmal vom Eistee der daraus gemacht wird, gehört. Der Eistee genießt aber auch nur in bestimmten Szenen hohe Bekanntheit. Dabei hat auch der (heiß getrunkene) Tee seine Vorzüge. Neben den im Vergleich zu anderen Teesorten relativ günstigen Preis, ist Mate koffeinhaltig und daher eine gute Alternative zu Kaffee. Zwar werden ihm auch gesundheitsfördernde Aspekte zugeschrieben, aber diese sind (zumindest noch) nicht wissenschaftlich belegt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Tee den Stoffwechsel anregt. 

 

Auch wenn ich jetzt viele positive Dinge über Mate Tee erzählen könnte, so war für mich ein anderer Grund ausschlaggebend. In der südamerikanischen Kultur, ganz besonders in Argentinien, Uruguay, Chile und Brasilien ist es nicht einfach nur ein Tee. Es ist vielmehr eine Art alltägliches gesellschaftliches Ritual. Zum Trinken verwendet man keine normale Tasse, sonderin eine "Calabaza" welche aus Kürbis, Holz oder Horn hergestellt sein kann. Da es auch keinen Teebeutel gibt, braucht man einen "Bombilla" also einen Trinkhalm aus Nickel oder Edelstahl,um nicht die ganzen Blätter in den Mund zu bekommen. Mittlerweile gibt es aber vor allem für den westlichen Markt auch Mate Tee in Beuteln. Da die Calabazas aber alle ein relativ geringes Volumen haben, sieht man meistens auch eine Thermoskanne am Tisch und bei Bedarf auch ein Gefäß mit Zucker.

 

Weiter geht's im Teil 2.

 

 

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